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Anbau und Sanierung einer Villa in Wiesbaden

Im östlichen Villengebiet Wiesbadens gelegen, spiegelt die Martinstrasse mit Ihrer homogenen und vom Krieg weitgehend verschont gebliebenen Bausubstanz ein Stadtviertel wieder, das es in dieser Geschlossenheit historisch und denkmalpflegerisch zu erhalten gilt. Erhalten heißt hier aber Nutzen und Benutzen, und damit ergibt sich die Forderung an ein modernes, wirtschaftlich und energetisch sinnvolles Wohn- oder Arbeitsumfeld. Das Erdgeschoss war eine herrschaftlich repräsentitive Wohnung u.a. mit einem holzvertäfeltem Kaminzimmer, das bis heute komplett erhalten ist. In einem separaten Personalraum mit Garderobe und Anrichte wurden über einen Aufzug die Speisen aus der Küche im Keller ins Erdgeschoss geliefert. Das 1.Obergeschoss wurde ursprünglich wohl als eine Wohnung genutzt, dann aber im Zuge des Krieges in zwei kleine Wohnungen aufgeteilt. Im 2. Obergeschoss gab es mehrere Kammern für das Personal. Ziel des Gesamtentwurfes sind 4 Wohneinheiten:

KG (Wohnen oder Büro), EG ( Wohnen und Arbeiten), 1.OG ( Wohnen), 2.OG (Wohnen), dazu eine Gesamtsanierung, insbesondere der veralteten Haustechnik und eine Neugestaltung der Aussenanlage und Rückbau von zwischenzeitlichen nicht denkmalgerechten An- und Umbauten. Oberstes Ziel war es den Bestand so behutsam wie möglich zu erhalten und den Charakter des Hauses zu bewahren.